Atemschutz-Ratgeber - worauf muss ich achten?

Atemschutz in aller Munde

Atemschutz ist spätestens seit dem Coronavirus in aller Munde. Binnen weniger Tage wurde der Weltmarkt an Atemschutzmasken leer gekauft. Ziel der Kunden war es, einen effizienten Atemschutz und dadurch eine Vorbeugung gegenüber Ansteckungen zu finden. Jedoch beherrscht beim Thema Atemschutz viel Halbwissen und ineffiziente Panikkäufe das Gesamtbild. Dadurch wurden oftmals unzureichende Atemschutz-Produkte eingesetzt, die gar nicht den hinreichenden Schutz gegen Viren bieten.

Insgesamt sind gewerbliche Nutzer sowie private Konsumenten oftmals unentschlossen, welche Atemschutzmaske nun wirklich in der jeweiligen Situation hilft. Schützt die Atemschutzmaske wirklich gegen Feinstaub auf der Baustelle? Welche Atemschutzmaske hilft vor Viren? Und welcher Mundschutz hält giftige und krebserregende Dämpfe davon ab, in die Atemwege zu gelangen?

Wir versuchen hier etwas aufzuklären und Ihnen mit einigen Tipps die Entscheidung für die richtige Atemschutz- und Mundschutzmaske zu erleichtern. Denn egal ob Staub, Tröpfchen, Rauch oder Dämpfe: Viele von ihnen sind auf unterschiedliche Art und Weise gesundheitsgefährend. Da jedoch ihre Konsistenzen sehr unterschiedlich ausfallen, muss der richtige Atemschutz bzw. dessen Filtersystem genau auf die schützenswerten, externen Einflüsse ausgerichtet sein.

FFP-Klassen als zentraler Indikator für den richtigen Atemschutz

Um die richtige Atemschutzmaske zu finden, sollte man sich zuerst an den FFP-Klassen orientieren. Beim Atemschutz steht FFP für Filtering Face Piece (=partikelfilternde Maske). Die FFP-Klassifizierung müssen beim Thema Atemschutz ebenso wie die maximal zulässige Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwerts (AGW) primär berücksichtigt werden. 

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FFP-1 Klasse

schützt vor:

* ungiftiger Staub wie Zement, Kalkstein, Gips, Mauerwerk
* nicht-fibrogener Staub
* Hausstaub & Pollen
* landwirtschaftlicher Staub (Heu, Getreide, Hobelabfälle)
* Lebensmittel-Staub (z.B. Mehl, Zucker)
* korrodierender Staub durch Eisen & Rost
* Holzstaub
* aber keine giftigen oder fibrogene Stäube und Aerosole

Arbeitsplatzgrenzwert: 4-fach

Klassische Einsatzgebiete: Nahrungsmittelindustrie, Bauwesen, private Anwender (z.B. Allergiker)

Filterstärke: mindestens 80% aller Partikel bis 0,6 mikrometer

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Alle Produkte der FFP1-Klasse

FFP-2 Klasse

schützt vor:

* alles der Klasse FFP1

+ gesundheitsschädlicher Rauch
+ giftiger Staub (Kalziumoxid, Beton, Silikon, Natrium)
+ feste und flüssige gesundheitsschädliche Aerosole

Arbeitsplatzgrenzwert: 10-fach

Klassische Einsatzgebiete: Metallindustrie, Bergbau

Filterstärke: mindestens 94% aller Partikel bis 0,6 mikrometer

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Alle Produkte der FFP2-Klasse

FFP-3 Klasse

schützt vor:

* alles der Klasse FFP1 und FFP2

+ krebserregende Stoffe
+ radioaktive Partikel
+ Krankheitserreger wie Viren, Pilze und Bakterien
+ bearbeiten von Eichen- und Buchenholz
+ Schweißarbeiten
+ Partikel von Asbest und Dieselruß

Arbeitsplatzgrenzwert: 30-fach

Klassische Einsatzgebiete: Chemische Industrie, Gesundheitswesen

Filterstärke: mindestens 99% aller Partikel bis 0,6 mikrometer

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Alle Produkte der FFP3-Klasse

Der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) ist per Definition die Grenze für die durchschnittliche Konzentration eines Stoffes in der Luft, die am Arbeitsplatz eines Mitarbeiters vorherrscht. Der AGW gibt an, bis zu welcher Konzentration die Luft bei Dauerbelastung am Arbeitsplatz nicht zu chronischen oder akuten Gesundheitsschäden führt. Der Arbeitsplatzgrenzwert bezieht sich dabei auf einen Mitarbeiter, der einer Konzentration täglich 8 Stunden bei einer 5-Tage-Woche ausgesetzt ist.

Mindesthaltbarkeiten & Anwendungsdauer von Atemschutzmasken

Der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) ist per Definition die Grenze für die durchschnittliche Konzentration eines Stoffes in der Luft, die am Arbeitsplatz eines Mitarbeiters vorherrscht. Der AGW gibt an, bis zu welcher Konzentration die Luft bei Dauerbelastung am Arbeitsplatz nicht zu chronischen oder akuten Gesundheitsschäden führt. Der Arbeitsplatzgrenzwert bezieht sich dabei auf einen Mitarbeiter, der einer Konzentration täglich 8 Stunden bei einer 5-Tage-Woche ausgesetzt ist.