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FFP-Masken-Ratgeber | Alle Infos zu FFP Masken

Tipps zum Umgang und zur Reinigung von FFP2- und FFP3-Masken

FFP-Masken – die Grundlagen und Abgrenzung zu anderen Masken

Insbesondere durch die Corona-Pandemie (SARS-CoV-2-Pandemie) sind die FFP-Masken (insb. die FFP2-Maske) stark in den Fokus der breiten Öffentlichkeit geraten. Bei den FFP-Klassen handelt es sich um eine zuverlässige, normierte Normgröße, was den Grad der Partikelfilterung angeht. FFP steht für Filtering Face Piece, also eine partikelfilternde Maske. Die FFP-Klassifizierungen müssen beim Thema Atemschutz ebenso wie die maximal zulässige Überschreitung des Arbeitsplatzgrenzwerts (AGW) primär berücksichtigt werden.

Derzeit können alle Menschen durch das Tragen von medizinischen Masken und FFP-Masken einen wertvollen, effizienten Beitrag zum Verhindern der Verbreitung des Virus leisten. Grundlage ist es, die Tröpfchen-Infektion zwischen Menschen zu verhindern. Die Tröpfchen-Infektion entsteht insbesondere durch das Ausatmen. Ein Gegenüber kann die in der Luftzirkulation befindlichen Viren entsprechend durch Nase oder Mund aufnehmen und sich so infizieren. Daher stellen Masken nach allen zuverlässigen Studien einen wirksamen Schutz dar. Welche Unterschiede es genau gibt, erklären wir im folgenden Absatz.

Mundschutze und FFP-Masken – wo sind die Unterschiede?

Zunächst einmal ist eine Abgrenzung der FFP-Masken bezüglich Ihrer Wirksamkeit vorzunehmen. Denn nicht jede FFP-Maske wirkt gleich. Die FFP1-Maske ist eher für die Verhinderung des Einatmens von Staub und Pollen gedacht. Kleinere Partikel wie Viren verhindert diese Maske nur unzureichend. Die FFP2-Masken hingegen haben zusätzlich zum Staub- und Pollen-Schutz durch die mehrschichtigen Vlies-Lagen einen deutlich engmaschigeren Schutz.

FFP2 Masken schützen daher zusätzlich vor Rauch-Partikeln, giftigen Staub oder aber eben auch vor Aerosolen. Diese Aerosole umfassen genau die oben genannten Tröpfchen-Infektionen, über die sich das Covid19-Virus von Mensch zu Mensch überträgt. Dabei haben FFP2-Masken eine Filterleistung der Partikel von mindestens 94%.

Einen Schritt weiter gehen noch die FFP3-Masken. Diese bieten zusätzlich einen Schutz vor krebserregenden Stoffen, radioaktiven Partikeln und Dieselruß. Diese Maske schützt natürlich ebenfalls vor dem Covid-19 Virus. Dabei haben FFP3-Masken eine Filterleistung der Partikel von mind. 99%. Jedoch ist diese aufgrund des komplexeren Aufbaus nicht nur teurer, sondern auch etwas sensibler. Daher wird diese Maske normalerweise eher in Hochrisiko-Industrien wie der Chemieindustrie in der Produktion getragen.

Darüber hinaus sollte man die FFP-Masken noch abgrenzen von medizinischen Masken und reinen (teilweise selbstgenähten) Mundbedeckungen. Während alle FFP-Masken und auch die medizinischen Masken (häufig schon an der weißen oder türkisen Farbe und dem Vlies-Stoff zu erkennen) immer aus besonderen, filternden Vliesen hergestellt sind, sind Stoffmasken oder Mundbedeckungen nicht nach Standards hergestellt. Dadurch kann zum einen ein gleichbleibender Schutz wie bei den FFP-Masken nicht gewährleistet werden. Denn bei FFP-Masken und medizinischen Masken sind die Filtereigenschaften anhand gesetzlicher Vorgaben und technischer Normen geprüft. Auch ist der Vlies-Stoff speziell so gewebt, dass die Filter-Funktionen gewährleistet sind. Stoffmasken sind grober von der Struktur und filtern nicht konsequent genug die Aerosole.

Medizinische Masken (auch oft OP-Masken genannt) sind eigentlich Einmal-Produkte, die zu medizinischen Zwecken entwickelt wurden. Sie haben ähnlich wie die FFP-Masken einen mehrschichtigen Vlies- und Kunststoff. Das spezielle Filtervlies der medizinischen Masken ist eingebettet zwischen zwei Schichten anderen Materials. Zudem sind medizinische Masken in ihrer Ursprungsform gewellt. So passen sie sich beim Auseinanderziehen der Gesichtsform an. Zudem haben sie einen Bügel, den man wie bei den FFP-Masken um den Nasenflügel biegen und entsprechend anpassen kann. Die Außenseite ist meist farbig (blau oder grün), die Innenseite hingegen ist häufig weiß. Im Gegensatz zu den FFP2- und FFP3-Masken schützen medizinische Masken jedoch vor allem ihr Umfeld. Der Träger der medizinischen Maske ist hingegen nur eingeschränkt geschützt. Das ist bei den FFP2- und FFP3-Masken anders. Hier werden Träger und Gegenüber gleichermaßen geschützt. Grund ist, dass bei den medizinischen Masken durch die Form ein Teil der Atemluft an den Rändern links und rechts vorbei strömen. Das kann vor allem bei der Einatmung zu Problemen führen, wenn mit dem Einatmen-Luftstrom links und rechts auch ungefilterte Atemluft angesogen wird.

Eine letzte Differenzierung ist in den aufgedruckten Normen auf den Masken erkennbar. Der FFP-Standard ist der Filtermasken-Standard der EU. Das Pendant zum FFP-Standard sind zum einen KN95 aus den USA sowie N95 aus China. Beide sind jedoch ebenfalls in Europa zugelassen und entsprechen überwiegend den Normen der FFP-Masken.

Woran erkenne ich eine geprüfte, zuverlässige FFP2-Maske?

Da insbesondere die FFP2-Maske derzeit in der Öffentlichkeit nachgefragt und diskutiert wird, möchten wir hierbei nur auf die Erkennungsmerkmale von FFP2-Masken eingehen. Ob es sich um eine offizielle, geprüfte und zertifizierte FFP2-Maske handelt, erkennt man an folgenden Kriterien:

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  1. Üblicherweise stehen neben der Bezeichnung „FFP2“ zudem die Buchstaben NR oder R. Das ist die Bezeichnung „non-repetitive“ bzw „repetitive“ und soll verdeutlichen, dass diese Masken nicht wiederverwendbar bzw mehrfach wiederverwendbar sind.
  2. Außerdem sollte das CE-Prüfzeichen mit der jeweiligen Prüfstelle auf der FFP2-Maske stehen. Dem aufgedruckten CE-Kennzeichen folgt immer eine vierstellige Nummer, welche Rückschluss auf die Prüfstelle gibt, die diese Maske freigegeben hat. Diese Prüfziffer kann bei der EU-Stelle NANDO eingegeben werden, um zu prüfen, ob diese Prüfziffer valide ist.
  3. Ebenso müssen die Nummer und das Jahr der Veröffentlichung der Europäischen Norm auf der FFP2-Maske zu finden sein.
  4. Zudem können Sie auf die DIN-Kennzeichnung EN 149:2009-08 achten. In Europa ist vorgeschrieben, dass FFP-Masken mit dieser Norm gekennzeichnet sein.
  5. Was KN95, N95 und P2 bedeutet: Die Normen KN95 und N95 sind die amerikanischen bzw. chinesischen Standards, die der FFP2 entsprechen. KN95 und N95 Masken sind beide auf dem europäischen Markt zugelassen und entsprechen größtenteils dem FFP2-Standard. P2 wiederum kommt eher selten in Europa zum Vorschein. Dieses ist der australische bzw. neuseeländische Standard dieser Masken-Typen.
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FFP 2 Maskencheck bei hygi.de: Sicherer geprüfter Schutz gegen Corona

Leider gibt es zur Zeit viele "falsche" FFP-Masken auf dem Markt. Daher führen wir bei hygi.de den sogenannten Masken-Check durch, damit Sie bei uns FFP-2 Masken kaufen, die den Anforderungen der europäischen Schutznorm DIN EN 149:2009-08 entsprechen.

Den hygi.de Maskencheck haben wir für folgende Artikel durchgeführt:

"KingFA KF-AF10 SC FFP2 NR Partikelfilter Halbmaske, ohne Ventil"

"LEIKANG® FFP2 Atemschutzmaske"

Mit dem hygi.de Masken-Check möchten wir Ihnen eine nachvollziehbare Sicherheit geben, eine "echte" und sichere FFP 2 Maske zu kaufen.

Das hygi.de Prüfzertifikat finden Sie bei den Datenblättern auf der jeweiligen Artikelseite.

Wie trage ich eine FFP2- oder FFP3-Maske richtig?

Das Aufsetzen einer medizinischen Maske wie auch einer FFP2- oder FFP3-Maske beginnt bereits mit der Händehygiene. Damit Viren von den Händen nicht bereits vor dem Aufsetzen auf die Innenseite der Maske gelangen, sollten die Hände vorher gewaschen werden.

Darüber hinaus ist es essentiell, dass die Maske eng am Gesicht aufliegt und möglichst wenig Lücken zwischen Gesicht und Maskenrand existieren. Daher ist auch nicht die Größe einer Maske entscheidend, sondern wie gut sie abschließend auf dem Gesicht sitzt. Sowohl medizinische Masken als auch FFP2- und FFP3-Masken haben einen Bügel auf Nasenhöhe. Dieser lässt sich mit einem Finger nach dem Aufsetzen sehr leicht verbiegen und an die Form der Nase anpassen.

Für Bartträger gibt es eine schlechte Nachricht: Soll die Maske ihre vollständige Wirkung entfalten, ist der Bart – gerade längere Bärte – im Weg. Daher sollten Bartträger zum Schutz vor dem Virus ihren Bart am besten kurz stutzen oder ganz abrasieren.

Während des Tragens sollten Sie es vermeiden, die medizinische Maske bzw. die FFP2- oder FFP3-Maske zu berühren und zu verschieben. Gerade ein Berühren von Innen kann dort bereits Viren ablagern, die dann ungeschützt in die Atemwege gelangen. Das Verschieben kann dazu führen, dass Aerosole, die sich bspw. am Kinn oder am Hals angesetzt haben, nun auf die Innenseite der Maske gelangen und dadurch das Virus übertragen. Daher ist auch das häufig zu sehende Verschieben der Maske unter den Mund, um etwas zu essen oder zu trinken, nicht empfehlenswert. Hierzu nehmen Sie die Maske am besten kurzzeitig ganz ab.

Insgesamt empfehlen Experten, eine FFP2- bzw. FFP3-Maske maximal 8 Stunden zu tragen. Eine durchfeuchtete Maske sollte jedoch zeitnah und deutlich eher gewechselt werden. Das gilt neben den FFP-Masken insbesondere für medizinische Masken.

Zum Abnehmen sollten Sie die Maske ebenfalls nicht direkt berühren. Fassen Sie die Maske an den Bändern an und nehmen Sie dadurch die FFP-Maske oder medizinische Maske ab.

Wichtig für Brillenträger: Setzen Sie erst die Maske auf und danach die Brille.

Mit welchen Kosten muss ich bei FFP2- und FFP3-Masken rechnen?

Aufgrund der Covid-19 Pandemie sind die Preise für FFP2- und FFP3-Masken stark schwankend. Mittlerweile hat sich die Produktion weltweit auf einem sehr hohen Niveau eingependelt, so dass die Preise zuletzt wieder gesunken sind. Im Januar 2021 betrug der Preis ca. 1,40 EUR für eine einzelverpackte FFP2-Maske. Für FFP3-Masken hingegen konnte man bereits für 2,33 EUR pro Stück bei uns bestellen. Drei Monate zuvor waren die Preise um das 2- bis 3-fache höher. Aufgrund unserer guten Hersteller-Verbindungen finden Sie bei uns nicht nur besonders günstige FFP-Preise, sondern auch eine sehr gute Verfügbarkeit. Unsere günstigsten, derzeit verfügbaren FFP2-Masken finden Sie hier:

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Günstige FFP2-Masken

Gibt es eine günstigere Masken-Alternative?

Wer weniger Geld für in der Öffentlichkeit zulässige Schutzmasken ausgeben möchte, der kann alternativ auf die medizinischen Masken setzen. Diese schützen jedoch im Gegensatz zu den FFP2- und FFP3-Masken nur das Umfeld, nicht sich selbst. Aufgrund der weniger komplexen Produktionsart sind die medizinischen Schutzmasken jedoch wesentlich günstiger. Günstige Angebote finden Sie hier bei uns:

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Günstige OP-Masken finden

Wie reinige ich FFP2- und FFP3-Masken bzw. wie häufig sollte ich diese wechseln?

Die FFP-Masken waren vor der Pandemie eigentlich als Einweg-Produkt konzipiert und produziert. Das ist auch an dem Zusatz „NR“ (= Non Repetitive) auf den Masken-Angaben zu erkennen. Mittlerweile gibt es jedoch auch wiederverwendbare FFP-Masken, die mit einem „R“ (=repetitive) gekennzeichnet sind.

Im Gegensatz zu den gerade zu Beginn der Corona-Pandemie auftauchenden, teilweise selbst genähten Stoffmasken bieten FFP2- und FFP3-Masken bei richtiger Verwendung nicht nur Fremd-, sondern auch Selbstschutz, wie das Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) erst kürzlich betonte. Zwar ist eine Wiederverwendung eigentlich nicht vorgesehen, jedoch sind FFP-R Masken nicht nur teurer, sondern auch schwerer zu bekommen. Zudem sind auch FFP-R nur wenige Tage tragbar.

Jedoch wurde mittlerweile von Forschungsinstituten und Virologen zwei Verfahren als wirksam identifiziert, um auch Einweg-FFP-Masken wieder zu verwenden.

  1. Desinfektionsverfahren mit dem 7-Tage-Konzept
    Beim 7-Tage-Desinfektionskonzept nehmen Sie die FFP2- bzw FFP3-Maske zunächst ab und hängen diese z.B. mit einer Wäscheklammer auf Abstand für 7 Tage auf. Das muss nicht mal draußen an der frischen Luft sein. Nach 7 Tagen sollen die Masken nicht mehr infektiös sein, falls sich dort Aerosole abgesetzt haben. Sie können die Schutzmaske am 8. Tag dann wieder verwenden. Daher wäre es bei diesem Konzept ratsam, sich je Person mit sieben FFP2-Masken bzw FFP3-Masken auszustatten, damit man einen passenden Turnus für jeden Wochentag hat.
  2. Reinigung mit dem Hitze-Verfahren
    Beim Hitze-Verfahren oder auch Backofen-Verfahren müssen sie die FFP-Maske zunächst an der frischen Luft aufhängen. Nach 24 Stunden erhitzen Sie den Backofen auf Ober/Unterhitze auf 80 Grad. Auf ein Backpapier legen Sie dann für 60 Minuten Ihre FFP-Maske. Bitte in der Zeit den Backofen nicht öffnen. Nachdem die Maske etwas abgekühlt ist, können Sie die FFP-Maske nun wieder einsetzen. Allerdings ist dieses Verfahren nicht für FFP-Masken mit Ventil geeignet, da das enthaltene Plastik schmelzen wird.

Bei beiden Verfahren gilt jedoch, dass FFP-Masken in jedem Fall nach einer 5-maligen Wiederverwendung dann endgültig entsorgt werden sollten. Ansonsten kann der effiziente Schutz für das Umfeld und Sie nicht mehr gewährleistet sein. Auch sollte die Maske insbesondere beim Hitze-Verfahren danach auf Unversehrtheit, insbesondere am Nasenbügel, geprüft werden.

Weitere Informationen zu den beiden Verfahren, die basierend auf der Studie der FH und Uni Münster entstanden sind, finden Sie im Info-Blatt der beiden Hochschulen.

Darüber hinaus ist es wichtig, dass unabhängig von jedem Reinigungsverfahren die Masken (das gilt für medizinische Masken sowie FFP-Masken) nur von einer Person verwendet werden.

Zuletzt sollte noch erwähnt werden, dass weder eine Waschmaschine, eine Spülmaschine, eine Mikrowelle oder ein Kochtopf geeignet sind, um medizinische Masken oder FFP2- bzw. FFP3 Masken zu desinfizieren. Auch Desinfektionsmittel eignen sich nicht zum Reinigen der Masken, da diese das Vlies und somit die Filterfähigkeit der Schutzmasken gefährden.

Maskenpflicht am Arbeitsplatz

Sollte Ihr Arbeitgeber eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz einführen, so muss dieser auch die Kosten dafür tragen. Das gilt für medizinische Masken ebenso wie für FFP2- oder FFP3-Masken. Gerade das (korrekte) Tragen von FFP2- oder FFP3-Masken geht mit zwangsläufig einem erhöhten Atemwiderstand einher. Daher ist gemäß Arbeitsschutz-Richtlinien die durchgehende Tragedauer von FFP2- und FFP3-Masken (bei gesunden Menschen) auf 75 Minuten mit einer folgenden 30-minütigen Pause begrenzt. Je körperlich anfordernder eine Beschäftigung ist, desto weiter reduziert sich die maximale Tragedauer.

Stand: Juni 2021

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