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Kamin reinigen: Anleitung, wertvolle Tipps und Reiniger

TOP Produkte zur Kaminreinigung

So gelingt die Kaminreinigung

Der Herbst leuchtet in seinen prächtigsten Farben. Die Blätter schmücken die Bäume in prallen Rot-, Gelb- und Brauntönen. Die Luft ist klar, die Sonne scheint mit ihrer letzten Kraft, steht tief am Himmel und taucht so die Landschaft in ein unvergessliches Licht. Was gibt es Schöneres, als nach einem ausgiebigem Herbstspaziergang den Tag vor dem wärmenden Kamin ausklingen zu lassen. Der Blick ins Feuer wärmt Körper und Geist, löst erwiesenermaßen Verspannungen und trägt zum allgemeinen Wohlbefinden bei.

Ein Kamin verleiht der Wohnung ein ganz besonderes Ambiente. Damit Sie lange Freude an ihrem Kamin haben, sollte dieser regelmäßig gereinigt werden. Für eine schnelle und gründliche Reinigung haben wir wertvolle Tipps für Sie zusammengestellt. Unsere Anleitung zur Kaminreinigung erleichtert Ihnen das Putzen. Zudem verraten wir Ihnen, mit welchen Reinigungsmitteln Sie das Kaminglas, den Kaminkorpus und alle Zubehörteile säubern können.

Diese Reinigungsutensilien und Reinigungsmittel brauchen Sie zur Kaminreinigung – Checkliste

Je nachdem welchen Teil des Kamins Sie putzen möchten, sind verschiedene Reinigungsmittel und Reinigungsutensilien erforderlich. Manche Teile des Kamins müssen nur gefegt werden, andere hingegen sollten nass ausgewischt werden. Bei der Wahl der passenden Reinigungsmethode kommt es auf das Material des gesamten Kamins an. Sie sollten zudem alle umliegenden Oberflächen säubern. Achten Sie hier ebenfalls auf die Materialverträglichkeit des Reinigungsmittels.

Das brauchen Sie zur regelmäßigen Kaminreinigung:

  • Kaminbesteck, bestehend aus einem Schürhaken, einer Kaminschaufel und einem Handfeger
  • Reinigungsbürste mit festen Borsten
  • Reinigungsmittel wie Glasreiniger oder Kaminglasreiniger
  • Putzeimer mit Wasser
  • Aschesauger
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Bestandteile und Materialien aus denen die meisten Kamine bestehen.

Es ist von Vorteil zu wissen, aus welchen Materialien und Bestandteilen ein Kamin besteht, um die richtigen Reinigungsmittel und Reinigungsmethoden anwenden zu können:

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Die Scheibe des Kamins:

Die Kaminscheibe dient dazu, den Wohnraum vor dem Feuer zu schützen. Die Scheibe ist in der Regel mit dem Kaminkorpus verbunden. Es gibt Kamine, die mehrseitig verglast sind. Eine Seite besteht meistens aus einer Glastür, die geöffnet werden kann, um den Kamin mit Holz zu befüllen oder die Asche des abgebrannten Holzes zu entfernen. Bei offenen Kaminen befindet sich das Sicherheitsglas vor dem Kamin auf dem Boden, um die umliegende Umgebung vor Feuerfunken zu schützen. Das Kaminglas kann mit einem Mikrofasertuch und einem speziellen Kaminglasreiniger gesäubert werden. Sollte kein Kaminglasreiniger zur Hand sein, dann können Sie auch einen normalen Glasreiniger verwenden.

Der Korpus des Kamins:

Der Korpus des Kamins ist das Gerüst des Kamins. Da es besonders stabil und auch feuerbeständig sein muss, ist es meist aus Stahl. Kamine gibt es in unterschiedlichen Farben, daher wird der Kaminstahl häufig in einer entsprechenden Farbe lackiert. Bitte beachten Sie bei der Reinigung das Stahl zwar feuerabweisend, aber nicht wasserfest ist.

Feuerraum des Kamins:

Im Feuerraum wird es sehr heiß. Um der Hitze des Feuers standzuhalten, sind besondere Materialien erforderlich. Die meisten Kaminfeuerräume bestehen aus Schamotte, Edelkeramik oder Guss. Manche Modelle besitzen auch einen Ascherost.

Offene Kamine:

Um bei offenen Kaminen die Wärme so lange wie möglich zu speichern, sind diese häufig mit Fliesen aus Speckstein verkleidet.

Kaminrohr / Ofenrohr

Das erste Verbindungsstück des Kamins nach außen ist meist sichtbar. Dann verschwindet es in der Wand und ist entweder im Gemäuer mit dem Schornstein verbunden oder außen am Haus angebracht. Über das Kaminrohr wird der Rauch des Feuers nach oben über den Schornstein abgeleitet. Zudem gelangt durch das Kaminrohr Sauerstoff für das Feuer in den Kamin.

Anleitung zur Kaminreinigung: Diese Teile müssen gesäubert werden.

Das erste Verbindungsstück des Kamins nach außen ist meist sichtbar. Dann verschwindet es in der Wand und ist entweder im Gemäuer mit dem Schornstein verbunden oder außen am Haus angebracht. Über das Kaminrohr wird der Rauch des Feuers nach oben über den Schornstein abgeleitet. Zudem gelangt durch das Kaminrohr Sauerstoff für das Feuer in den Kamin.

Schritt 1 Kaminreinigung: Kaminscheibe reinigen

Die Scheibe des Kamins ist der pflegeintensivste Teil. Hier setzt sich jede Menge Ruß ab. Wird die Kaminscheibe nicht regelmäßig gereinigt, dann wird Sie trüb und die Sicht auf das Feuer ist eingeschränkt. Im schlimmsten Falle brennen sich Rückstände in die Scheibe ein, was eine Reinigung unmöglich macht. Die letzte Lösung ist dann die Scheibe auszutauschen. Das ist leider mit hohen Kosten verbunden. Sie sollten also die Scheibe bei den ersten Anzeichen einer Verschmutzung mit einem Kaminglasreiniger säubern. Wischen Sie die Scheibe gegebenenfalls zuerst mit ein wenig Wasser und einem weichen Tuch ab, um die größten Teile des Rußes abzutragen. Danach können Sie den Glasreiniger aufsprühen und mit einem Mikrofasertuch nachpolieren. Bitte benutzen Sie keine Schwämme, da diese die Scheibe verkratzen können Achten Sie bei der Reinigung auch darauf, dass sich keine harten Rußpartikel auf der Scheibe befinden. Das Verreiben dieser groben Partikel kann ebenfalls unschöne Kratzer auf dem Kaminglas verursachen.

Schritt 2 Kaminreinigung: Kaminkorpus reinigen

Da die Stahlummantelung des Kaminkorpus nicht wasserfest ist, sollte diese nur mit einem trockenen Tuch abgewischt werden. Dadurch können Staubpartikel ganz einfach entfernt werden. Sollten doch einmal hartnäckigere Verschmutzungen an der Ummantelung haften, dann feuchten Sie ein Tuch leicht an - bitte durchnässen Sie es aber nicht – und entfernen damit den Schmutz. Tipp: Unschöne Kratzer können Sie mit einem speziellen Ofenlack ausbessern.

Schritt 3 Kaminreinigung: Brennofen des Kamins reinigen.

Immer wenn das Feuer ausgebrannt ist, steht die Säuberung und Reinigung des Kaminfeuerraumes an. Hier gehen Sie am besten von oben nach unten vor. Mithilfe des Schürhackens werden zuerst alle festgebrannten Rückstände von den Wänden und danach vom Boden gelöst. Nun kommt die Bürste zum Einsatz. Mit der Bürste werden die Wände und der Boden abgeschrubbt. Zu guter Letzt werden die Aschereste mit dem Kaminbesen im Feuerraum zusammengefegt und mit einer Kehrschaufel aus dem Brennraum transportiert oder in ein Aschefach (wenn vorhanden) entsorgt. Vergessen Sie nicht dieses Aschefach nach der Reinigung zu entleeren. Praktisch sind auch spezielle Kaminsauger, die das Ausfegen des Feuerraums überflüssig machen.

Schritt 4 Kaminreinigung: Kaminfliesen reinigen

In der Regel sind Kaminfliesen aus Speckstein, da dieses Material die Wärme des Kamins bestens in den Raum weiterleitet. Zum Säubern können hier spezielle Fliesenreiniger aufgetragen und mit Hilfe eines Schwammes eingerieben werden. Spezielle Polierschwämme sorgen dafür, dass die Außenummantelung des Kamins wieder strahlt.

Schritt 5 Kaminreinigung: Kaminrohr und Schornstein reinigen

Im Kaminrohr setzt sich Ruß ab. Ab und an ist es also von Nöten auch das Ofenrohr zu reinigen. In den meisten Fällen reicht es schon aus, das Rohr von außen abzuklopfen, um so den Ruß zu lösen. Wer sich die Reinigung des Ofenrohrs nicht zutraut, der kann diese Aufgabe dem Fachmann überlassen, der regelmäßig für die Wartung und Reinigung des Schornsteins beauftragt werden sollte.

Schritt 6 Kaminreinigung: Das Zubehör – Kaminbesteck und Kaminhandschuhe reinigen.

Auch das Kaminbesteck und die Handschuhe sollten nach der Reinigung wieder gesäubert werden. Den Schürhacken und das Kehrblech können Sie feucht abwischen, um Asche und Rußrückstände zu beseitigen. Die Bürste und den Feger können Sie an der frischen Luft ausklopfen. Den hitzebeständigen Kaminhandschuh können Sie entweder feucht abwischen oder diesen in die Waschmaschine geben. Achten Sie hier am besten auf die Empfehlung des jeweiligen Herstellers.